Dec
01
2008
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„Das ist der Tiefststand. Als ich vor zweieinhalb Jahren dieses Amt übernommen habe, waren es noch 168", berichtet Jardin. Eine Steigerung ist kurz- und mittelfristig eher nicht in Sicht: Den aktuellen Anwärterlehrgang des Bezirks Trier am Wochenende in Schweich besuchten gerade einmal sechs Eifel-Vertreter. „Wenn der Trend so weiter geht, werden wir immer weniger Spiele der C-Junioren ansetzen können", sagt Hans-Dieter Jardin. Bereits seit Jahren sind in den jüngeren Jugendbereichen (Bambini- bis D-Junioren) „nur" noch Betreuer als Aushilfs-Schiris im Einsatz. Und es könnte noch schlimmer kommen. „Der nächste Schritt ist, dass wir die D-Klassen der Senioren nicht mehr mit offiziellen Schiedsrichtetn besetzen können", sagt der hiesige Schiri-Chef. Wie diese Partien ohne einen (wirklich) neutralen Mann ablaufen und dass das nicht gerade förderlich für die Motivation der Fußballer ist, können sich viele sicher gut vorstellen... Als eines der Kernprobleme, warum gerade in der Eifel ein stetiger Schwund an Unparteiischen festzustellen ist, macht Schiri-Lehrwart Patrick Grewis den „katastrophalen Umgang mit Jung-Schiedsrichtern" aus. Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung sind die neuen Referees zunächst im Nachwuchsbereich im Einsatz. „Und gerade hier werden sie oft auch von Eltern in einer nicht akzeptable Art und Weise mit Ausdrücken deutlich unter der Gürtellinie traktiert", weiß Grewis . Die Eifeler Schiedsrichtervereinigung tut einiges, um gerade die Jüngeren (inzwischen kann man bereits mit zwölf Jahren die Prüfung ablegen) behutsam aufzubauen: Der Einsatz in Gespannen in der A-Klasse und das Coaching bei den ersten Spielen als „23. Mann" stehen an der Tagesordnung. Angedacht sind außerdem attraktive Einsätze bei internationalen Jugendturnieren. Wichtig ist aber nach Meinung von Patrick Grewis auch, dass „sich die Vereine um ihre Schiedsrichter kümmern, Jüngere zum Beispiel auch zu den ersten Einsätzen begleiten." Gerne sähe Obmann Jardin auch „Leute zwischen 30 und 40, die früher selbst gekickt haben. So könnten sie nach ihrer aktiven Zeit dem Fußball doch verbunden bleiben." Quelle: Andreas Arens Wochenspiegel Bitburg |
„Ohne den 23. Mann geht es nicht." Diesen Spruch kennen viele Fußballer. Und dennoch: Dass künftig Spiele der Senioren ohne einen Unparteiischen über die Bühne gehen, wird auch im Fußballkreis Eifel immer wahrscheinlicher.

